Grundsätze
Wofür wir stehen.
Gegen das Vergessen macht sichtbar, wie viele Menschen und Institutionen sich für Menschlichkeit und Demokratie einsetzen, und bringt sie zusammen.
Unsere Mission
Erinnerung ist ein Auftrag für heute.
Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus bleibt die Auseinandersetzung mit seinen Verbrechen eine Aufgabe unserer Gesellschaft. Mit dem zeitlichen Abstand zur Geschichte und dem Verstummen der letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wächst die Verantwortung, das Wissen um die Vergangenheit lebendig zu halten und an kommende Generationen weiterzugeben. Gerade angesichts des wiedererstarkenden Antisemitismus und anderer Formen der Menschenfeindlichkeit ist eine lebendige Erinnerungskultur unverzichtbar.
In der Metropolregion Rhein-Neckar engagieren sich zahlreiche Menschen, Initiativen und Institutionen für das Erinnern und gegen das Vergessen. Wir möchten dieses Engagement auf einer gemeinsamen Plattform bündeln, Veranstaltungen und Inhalte zugänglich machen und diejenigen sichtbar werden lassen, die sich für eine offene, demokratische und menschenwürdige Gesellschaft einsetzen. So entsteht ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Austauschs – und ein Zeichen dafür, wie viel wir gemeinsam bewirken können.
Was wir tun
Erinnern. Dokumentieren. Verbinden.
Erinnern
Wir machen Veranstaltungen der Erinnerungskultur leicht auffindbar und laden Menschen ein, daran teilzunehmen.
Dokumentieren
Wir zeigen, wie breit und vielfältig das Engagement für Demokratie und Menschlichkeit in der Region ist.
Verbinden
Wir bringen Initiativen, Institutionen und Unternehmen zusammen, damit sie sich finden und gemeinsam mehr bewirken.
Unsere Haltung
Unsere Leitlinien.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Sie gilt für alle Menschen gleichermaßen. Wir treten Antisemitismus, Rassismus und jeder Form von Diskriminierung entschieden entgegen.
Erinnerung bedeutet Verantwortung.
Wir tragen Verantwortung dafür, dass die Opfer nicht vergessen und die Lehren aus der Geschichte weitergegeben werden.
Geschichte muss verstanden werden.
Wir erinnern an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, vermitteln historisches Wissen und machen die Mechanismen von Ausgrenzung, Entrechtung und Gewalt begreifbar.
Demokratie braucht Menschen, die sie gestalten.
Freiheit, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit sind keine Selbstverständlichkeiten. Wir setzen uns für ihre Bewahrung ein und ermutigen zu gesellschaftlichem Engagement. Wir sind keiner Partei verpflichtet.
Erinnerung lebt von Vielfalt und Begegnung.
Wir geben unterschiedlichen Perspektiven Raum, machen das Engagement anderer sichtbar und fördern den Austausch zwischen Menschen, Generationen und Institutionen.
Gemeinsam können wir Zukunft gestalten.
Wir glauben an die Kraft von Bildung, Kultur und persönlicher Begegnung. Erinnerung soll nicht nur mahnen, sondern auch Mut machen, Verantwortung zu übernehmen und die Gesellschaft positiv zu verändern.
Selbstverpflichtung
Wer hier steht, steht dafür ein.
Institutionen, die Seite an Seite mit uns stehen oder Termine eintragen, bekennen sich zu diesen Grundsätzen.
- Wir bekennen uns zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und zur Gleichwertigkeit aller Menschen.
- Unsere Veranstaltungen haben einen erkennbaren Bezug zu Erinnerungskultur, Demokratiebildung oder Menschenrechten.
- Wir stehen gegen das Vergessen. Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und ihre Opfer wachzuhalten, ist eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung.
- Wir stehen für Vielfalt und ein respektvolles Miteinander. Antisemitismus, Rassismus und jede andere Form von Menschenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz.
- Wir treten der Verharmlosung und Leugnung nationalsozialistischer Verbrechen entgegen. Wir verbreiten keine solchen Positionen und unterstützen keine Gruppen, die sie vertreten.