Albert Praun – Ein deutsches (Soldaten-)Leben 1894 - 1975 Das Buch zu seinem 110. Geburtstag und gegen das Vergessen...

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Zuletzt im Hauptquartier von Großadmiral Dönitz in Plön, war es mit eine seiner Aufgaben, die technischen Mittel für die Übermittlung der Weisungen für die „Bedingungslose Kapitulation“ bereitzustellen. Es ist mit Verdienst der Nachrichtentruppe und ihres letzten Generals, dass diese die Truppenteile, die ja teilweise abgeschnitten waren, zeitgerecht erreichten. (…)
Hella Praun hat das Buch am Ende mit einigen Auszügen aus Briefen angereichert, die sich aus dem Nachlass ihres Großvaters hat und die sich sehr plastisch mit den Schwierigkeiten der ehemaligen Berufsoffiziere in der Nachkriegszeit auseinandersetzen. Das Buch ist auch heute noch lesenswert, führt es uns doch in eine Welt, die wir als Nachgeborene schwer begreifen können. Natürlich kann man dem Verfasser, der ja überwiegend sein Leben selbst beschreibt, vorwerfen, das Verbrecherische am NS-Regime nicht deutlicher herausgestellt zu haben und auch in der Nachkriegszeit von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt gewesen zu sein.
Vergessen wir dabei jedoch nicht, dass General der Nachrichtentruppe Albert Praun ein typisches Kind seiner Zeit war. Der Glaube an das Gute prägte ihn. Nicht ausschließen ist natürlich auch, dass im Nachhinein manches verdrängt wurde, was in Wirklichkeit anders abgelaufen sein könnte oder gar nicht! Wer will sich hier aber zum Richter aufspielen?

F-Flagge – Magazin für den Fernmeldering e.V. –
32. Jahrgang – Nr. 1/2005

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ISBN-Nr. 3-937082-22-0    324 Seiten    Hardcover    22,- Euro :HOME:WARUM?:LESEPROBEN:PRESSE:BESTELLUNG:IMPRESSUM: